Heute ging es von Tafraoute weiter Richtung Osten – d.h. Wüste – nach Tata. Wie zuvor bin ich auch heute eher querfeldein, d.h. abseits von den großen Hauptstraßen gefahren. Tafraoute ist ja bereits auf ca. 1000 Meter, Tata irgendwie so bei 700 Meter, dazwischen ging es dann aber hoch auf irgendwas zwischen 1600 bis 1800 Meter, immer entlang der Bergzüge im Anti-Atlas. Hier mal die Strecke auf der Karte und im Höhenprofil:

Bis Igherm war die Strecke schon ziemlich nett, zu schauen gab es eigentlich immer etwas. Hier mal ein paar gesammelte Eindrücke von Unterwegs, wobei das erste Bild vom Ortsausgang von Tafraoute stammt:

Straßenränder, aber auch Schlaglöcher und andere Stellen, über die man nicht fahren sollte – weil man sich das Auto kaputt macht (Schlagloch) oder weil man sich das Auto und sich selbst kaputt macht (steiler Abhang in die Tiefe) – sind häufig mit ein paar gestapelten Steinen markiert.

Zum Thema Straße nochmal an dieser Stelle, damit ich es nicht wieder vergesse – auch wenn es heute weniger ein Thema war. Viele Marokkaner im ländlichen Bereich scheinen Taxis und so eine Art Busse (abseits der normalen Linienbusse, die es natürlich eher in den städtischen Bereichen gibt) so zu nutzen, dass sie sich an den Straßenrand in den Schatten setzen und einfach darauf warten, bis die nächste Mitfahrgelegenheit vorbei kommt. Das können dann Taxis oder kleine Busse/Transporter sein, Letztere scheinen von Dorf zu Dorf zu fahren.
Die erste Strecke meiner heutigen Tour ging wie gesagt bis Igherm, oben auf der Karte quasi die “Spitze” der Route. Ab da dann wieder querfeldein bis runter nach Tata. Das Stück war eigentlich noch etwas netter, führte enger hier und da mal durch Schluchten und auch an einem Fluss bzw. Flussbett vorbei, das stellenweise riesig war. Wenn es mal regnet, muss es da aber so richtig zur Sache gehen. Unten auf den zwei Fotos sieht man rechts das trockene Flussbett, auf dem zweiten Foto auch eine Stelle, die offensichtlich weggeschwemmt worden ist. Solche Stellen gab es immer mal wieder, inklusive weggebrochener Straße. Ebenso aber auch immer mal wieder Stellen, die dann durch das Flussbett führen. Wenn es richtig Regen gab oder gibt, wird hier sicherlich nichts mehr gehen.

Ein längeres Stück ungefähr in der Mitte der zweiten Strecke scheint längerfristig Wasser abzubekommen. Da war dann mitunter relativ viel Grün zu sehen und zahlreiche Marokkaner waren mit oder ohne Esel unterwegs und haben büscheweise Tierfutter gesammelt. Hier mal ein paar Eindrücke, wobei ich die Bewohner selbstverständlich nicht fotographiert habe:

Davon ab gab es natürlich auch die klassischen Anti-Atlas Eindrücke:

Irgendwann ging es dann bei Tata rein, das offensichtlich am gleichen Flussbett liegt, mal steht da noch etwas Wasser, mal ist alles furz trocken:

In Tata selbst habe ich so eine kleine Hotelanlage bezogen. Die Zimmer verzweigen sich etwas auf dem Gelände, stets mit kleinen Gärten in der Mitte:

In Tata selbst war ich schon, habe mich mit etwas Brot, Wurst und Wasser eingedeckt und nochmal etwas Geld gezogen. Richtung Gebirge und Wüste soll das mit den Kartenzahlungen manchmal etwas schwieriger sein. Den restlichen Tag werde ich jetzt wohl am kleinen Pool verbringen. Dazu ein wenig marokkanischen Tee. Für alles andere ist es schlicht zu heiß – das müssten jetzt so 36 Grad sein.

Morgen geht es dann weiter Richtung Osten, bis Zagora oder sogar noch weiter nach Süden quasi in die Wüste – wobei auch die Strecke morgen schon mehr oder weniger Wüste sein müsste. Aber das sehen wir dann. Kälter wird es morgen jedenfalls nicht.
Damit bin ich erstmal wieder raus!