Eine kleine Hommage …
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Kontakt

Meine Unterkunft in Agadir lag direkt gegenüber einer Polizeistation. Für die Größe der Bude war da durchgehend eine ganze Menge Betrieb. Unter anderem kam mehrmals ein Polizei-Abschlepp-LKW mit blinkendem Polizeilicht und allem Brimborium vor der Hütte entlanggefahren. Der hatte einige Roller hinten aufgeladen. Lustiger Punkt dabei: Einer der Roller war mit einer von diesen Nachrüstalarmanlagen ausgerüstet, die nacheinander alle möglichen Soundmodule durchspielt. Dabei blinkte das Teil auch ganz motiviert. Das ansich ist ja noch nicht wirklich lustig. Der lustige Punkt: Jedes Mal, wenn der Polizei-Abschlepp-LKW unten seine Runde drehte (mit mehreren Stunden Abstand), war der Roller noch hinten drauf und veranstaltete sein Theater. Da wurde die Alarmanlage durch Agadir spazieren gefahren und den Fahrer des LKWs juckt das offensichtlich kein Stück. Ab und zu kamen dann Polizeiautos an und haben Leute in die Bude geführt, später kamen dann andere Polizeiautos und haben wieder welche abgeholt. Hier und da kam auch mal jemand vorbei und hat sich offensichtlich lautstark über irgendwas beschwert – vielleicht über die Abwesenheit des Rollers mit der so sündhaft teuren Alarmanlage Marke Ali-Express, man weiß es nicht. Wie gesagt, da war ganz gut Betrieb. Hier mal ein Schnappschuss aus den frühen Morgenstunden:

Dann gab es heute Morgen noch einen Vogel, der wirklich ganz hervorragend sein Liedchen geträllert hat. Ich habe mal die Kamera angeschaltet, um das akustisch einzufangen. Ich höre da jetzt ansonsten nicht so sonderlich zu, könnte mir aber vorstellen, dass unsere Vögel in Deutschland da vor Neid erblassen würden. Hier mal ein Eindruck (vor allem zum Ende zieht er seine Melodie dreimal komplett durch, voher gibt’s Kurzversionen):

Nachdem ich dann noch die zuvor angesprochene Kuhscheiße von meinem Panzer entfernt habe, ging es zum Kaffee über. Die Herdplatte fand ich nicht so sonderlich vertrauenserweckend, daher bin ich dann doch wieder zu meinem Gaskocher übergegangen:

Die Strecke heute führte mich dann von Agadir rüber nach Tafraoute, sozusagen etwas weg von den größeren Straßen und ein wenig querfeldein. Hierzu erst südlich nach Tiznit und dann nach Osten rein in den Antiatlas. Hier mal die Strecke:

Bis Tiznit war die Straße ziemlich langweilig. Viel gerade aus und immer wieder durch ein paar Ortschaften. Das einzige spannende war plötzlich aufkommender Nebel – bei guten 18 – 19 Grad:

Der Nebel hielt sich dann auch gute 30 km nach Süden. Aber der Abbiegung Richtung Anti-Atlas wurde es dann deutlich netter. Wie immer Richtung Landesinnere alles sehr trocken, bis dann irgendwo eine Oase / ein Fluss auftaucht, dann gibt es wieder Grün. Insgesamt eine sehr schöne Strecke. Man schraubte sich in die Berge hoch und da ging es dann immer entlang der jeweiligen Bergführung. Tunnel gibt es hier nicht. Dabei muss man auch immer etwas aufpassen und nicht “auf Sicht” der nächsten Biegung fahren und dabei meinen, die kommende Biegung antizipieren zu können. Da geht es nämlich gerne mal 90 bis 180 Grad um die andere Ecke, bis man zu der Biegung kommt, die man bereits gesehen hat.

Hier mal ein paar gesammelte Impressionen von unterwegs:

In Tafraoute habe ich mich ein einem kleinen “Berghotel” einquartiert. Zur Begrüßung gab es den Hinweis, dass gerade der Strom ausgefallen sei, der aber in 2 Stunden wieder da sei. Da hab ich mir schon so meine Gedanken gemacht. Vielleicht werden das ja marokkanische zwei Stunden. Aber, nach vielleicht einer halben Stunde in meinem Zimmer war der Strom wieder da. Das ist insofern ganz relevant, da ich bei deutlich über 30 Grad nicht im eigenen Saft braten möchte – auch wenn der kleine Palast hier einen Pool hat. Hier aber mal ein paar Eindrücke:

Vom Zimmer aus gibts Gratis-Ausblick auf die Berge:

Und dann noch ein halber Blick auf den Pool (um da niemanden abzufotografieren):

Der Ort selbst ist relativ überschaubar, hat aber mit den kleinen Läden wieder alles, was man so für den täglichen Bedarf braucht. Das diese Mini-Läden funktionieren, ist mir ein Rätzes. Jedenfalls habe ich mich da dann standardmäßig mit Wasser und Brot eingedeckt. Der kurze Gang bei den Temperaturen war aber schon eine harte Nummer. Hart war auch der kurze Blick in den Metzgerbereich, in dem eine Metzgerbude neben der anderen unter einer Art Dach mehr oder weniger in einem Kreis angeordnet waren. Frischer als dort kann man wohl sein Huhn nicht bekommen – das wird nämlich bei Bedarf direkt am Stand aus dem Käfig gezerrt und dann vor den Augen der gefiederten Kollegen zerlegt. Der Geruch in der Ecke war übel, die Temperaturen haben sicherlich auch nicht geholfen.

Wie auch immer, vom Gang zurück in das Berghotel freue ich mich über die Klimaanlage und werde vielleicht gleich nochmal eine Runde in den Pool springen.

Morgen geht es dann weiter Richtung Tata. Übermorgen dann vielleicht an den Rand der “richtigen” Wüste. Schauen wir mal.

Und damit bin ich wieder raus!