Heute morgen jagen sich zwei Katzen hier ueber den Platz (juste als ich das hier schreibe, hört man sie schon wieder). Vor ein paar Minuten ging das vor meiner Nase los, aber der Geschwindigkeit und dem Daemmerungslicht sind beide schwer zu erkennen. Kollege eins ist dunkel und Kollege zwei weiß. Kollege zwei sieht man knapp zwischen dem Zaun vom Kinderspielplatz und dann nochmal unter dem Panzer Kollege eins nachjagen.


Da ich dann schon mal dabei war, hab ich auch nochmal den Pool festgehalten. Dahinter dann direkt der Ausblick.

Insgesamt ein recht charmanter Platz. Jedoch gibt’s zwei backdrops:
Erstens das Essen. Das verdient wirklich nur “stets bemüht”. Abgesehen von den Oliven (die kommen von einem Olivenhain, laut Prospekt seit quasi Anbeginn der Menschheit im Familienbesitz) ist der Rest Fertigfutter, das lieblos auf den Teller geklatscht wird. Ich kannte das ja eigentlich schon vom ersten Tag, wollte aber nach der gestrigen Rutscherfahrung nicht noch großartig auswärts suchen.
Insgesamt wirkt die Ecke hier aber auch einfach “satt”. Bei 24 Euro für Ruinen und Museum pro Nase und den Massen, die schon morgens unterwegs sind, ist das wohl kein Wunder. Selbst der Opa in dem kleinen Kluengelstand in Neu Delphi hat mir ueber 4 Euro für mein Tageseis abgenommen. Also wenn man sich bewusst Ziele setzen muss (aus zeitlichen Gründen), Delphi wäre für mich kein Muss.
Nummer zwei: meine direkten Nachbarn. Drei ältere deutsche Säcke. Die strahlen eine Unsympathie aus, das ist beeindruckend. Schon als ich hier ankam, schaffte es lediglich einer, spärlich zurück zu grüßen. Anschließend hab ich im leichten Regen meinen Kram aufgebaut und dabei notgedrungen den Spielplatz zur Rechten als trockenen Unterstand zur Ablage genutzt. Tick, Trick und Track saßen unter ihrem Pavillon und haben irgendein dummes Zeug geredet. Sowas gibt’s ja wirklich: man bekommt ein Gespräch mit und denkt sich einfach nur: was für ein dummes Zeug, Blubbern des Blubbern wegens. Ausgesprochen schade um den verschwendeten Sauerstoff. Statt auch mal auf die Idee zu kommen, dass ich den Kram gerade unter deren Pavillon parken könnte, lieber dämlich glotzen und weiter blubbern.
Und Glotzen ist dann ein weiteres Ding. Wir waren an beiden Abenden zur selben Zeit in dem Restaurant. Wie kann man so aufdringlich glotzen? Da bekommt dieses leicht aggressiv angehauchte “was guckst du?!” einen ganz neuen empathischen Zugang. Aber wer weiß, vielleicht ist das auch ein kleiner Herrenklub der “besonderen Art”, um es mal so interpretationsoffen zu formulieren. ?
Aber wie auch immer, ich freue mich auf den Wechsel der Lokalität. Und was die Küche angeht, das ist wirklich schade. Hätten die hier jemanden, der am Herd weiß, was er tut, das könnte ein richtig gutes Fleckchen sein.
Aber zu den netteren Themen. Heute geht’s ueber die ganz ansehnliche Brücke bei Patras. An der bin ich schon auf dem Weg nach Delphi vorbei gefahren. Richtig beeindruckend fand ich aber das Gebirge, dass sich direkt dahinter auftut. Wenn ich eine passende Stelle zum Halten finde (mit der Wohnmobil Version des Panzers immer etwas schwieriger), mache ich mal ein paar Bilder.

In Patras gab es leider kein passendes Sonnenvisier. Dafür konnte ich aber bei 33 Grad in der Stadt im Hafenviertel rumgurken. Das ist doch auch total schön (und Ironie).

Aber immerhin, wie versprochen Fotos von der Brücke. Für das erste hab ich mich übrigens mit dem Panzer auf ein eingezäuntes Hafengelaende gemogelt (geschlichen würde bei dem 2 Zylinder Sound wohl Unsinn sein).


Und jetzt bin ich endlich mal am Meer. Und wieder den pornoesesten Platz auf dem Platz. Platznummer 1 – kein Scheiß. Zwar liegt hier der Strand etwas unten in der kleinen Bucht, Meerblick hab ich aber dennoch.



Zudem direkt Besuch.


Ja, dieses Konzept mit dem Meer kann man durchaus immer wieder machen. Und die Sonne hat Dampf.

Und eine aeusserst chillige Bar. Btw. das ist Sonnenuntergangsseite und ich brauche nur vorm Zelt sitzen. Oder halt in der Bar. Mega.

Der kundige Leser wird übrigens feststellen, dass die Zelt Konstruktion nicht im Regenabwehrmodus daher kommt. Das liegt schlicht daran, dass ich entschieden habe, hier wird es in den nächsten Tagen nicht regnen.

Bis jetzt ging’s neidtechnisch, aber … wow, ein Träumchen, dein neues Wohnzimmer! Definitiv ist das Platz-Nr. 1.
Dafür meint es die Sonne aber auch wirklich gut… Manmanman, gut, dass ich mir den ersten Sonnenbrand des Jahres noch in Deutschland geholt habe.
Magic, das sieht echt toll aus!!!
Nachdem ich heute morgen nochmal drauf geschaut habe, weiß ich auch wer “Chef” ist. ?