Eine kleine Hommage …
  1. Bud und Terence 1
  2. Bud und Terence 2
  3. Bud und Terence 3
  4. Bud und Terence 4
  5. Bud und Terence 5
  6. Bud und Terence 6
  7. Bud und Terence 7 3:18
  8. Bud und Terence 8
  9. Bud und Terence 9
  10. Bud und Terence 10
  11. Bud und Terence 11
  12. Bud und Terence 12 3:27
  13. Bud und Terence 13 3:10
  14. Bud und Terence 14 2:34
  15. Bud und Terence 15 2:56
  16. Bud und Terence 16 3:14
  17. Bud und Terence 17 3:00
  18. Bud und Terence 18 3:29
  19. Bud und Terence 19 2:19
  20. Bud und Terence 20 5:59
Kontakt

In den letzten Tagen habe ich mit dem Gedanken gespielt, mir hier vor Ort mal eine kleine Feuerstelle einzurichten. Gestern bin ich das dann mal angegangen. Die Idee war einfach ein kleines Loch zu buddeln, das etwas mit Steinen auszukleiden und schließlich noch eine Reihe Steine drumherum zu legen. Da muss man ja keine Wissenschaft draus machen.

Insofern zu Beginn eine kleine Stelle rausgesucht. Letztlich wurde es unten im Garten vor meinem (ehemaligen) Platz für das Telefon im Garten am Zaun zu meinen behuften Nachbarn:

Loch gegraben und Steine entsprechend sortiert:

Und schon klappt das mit dem Feuer im eigenen Garten:

Gegen späteren Abend habe ich mir dann noch etwas digitale Unterhaltung dazu geholt:

Natürlich habe ich mir im weiteren Verlauf und zunehmendem Wind mit dazugehörigen Umzugserfordernissen rund um das Feuer irgendwann eine Dose Escudo Cerveza über den Laptop gekippt. Aber ein wenig Schwund ist immer und immerhin läuft das Gerät noch. Also alles gut.

Momentan ist die Witterung hier ja so, dass letztlich entweder die Sonne scheint oder es wie aus Eimern schüttet. Daher ist sämtliches Holz gut durchgenässt und ich brauchte etwas Unterstützung beim Start des Feuers. In meinem Standardsupermarkt in Pucón hatte ich dann wieder eine Erfahrung (scheinbar) typischer Freundlichkeit der Region hier unten: Da ich bei der Holzkohle in besagtem Supermarkt keine Anzünder finden konnte, habe ich mal bei einem Mitarbeiter nachgefragt, der gerade dabei war, Regale zu befüllen. Nachdem wir uns darauf verständigen konnten, was ich eigentlich suche, flitzte er los: Quer zu der Stelle im Supermarkt, an der es sowas wenn dann geben würde. Nichts. Weiter raus aus dem eigentlichen Supermarkt zur Marktinformation. (Offensichtlich) nichts. Dann weiter zu einem der zusätzlichen Shops, in denen man Zigaretten, Feuerzeuge und weiteren, nicht im Supermarkt erhältlichen Kram bekommen kann. Nichts. Und schwups flitzte er rüber zum Baumarkt und kam dann erfreut zurück, als er die Anzünder finden konnte:

Ich will jetzt nicht behaupten, in Deutschland gäbe es sowas (Kundenfreundlichkeit) nicht – das wäre auch sicherlich Unsinn. Jedoch hab ich den Eindruck, dass die Hilfsbereitschaft selbstverständlicher von der Hand geht. Kaum war klar was ich suchte, rannte er schon los 😉 Und wie gesagt, das war ein wenig exemplarisch.

Davon ab habe ich gestern dann nochmal den Panzer etwas sauber gemacht. Den groben Schlamm und Dreck wollte ich dann doch irgendwann mal wieder etwas runter haben. Bei der Gelegenheit gab es hier und da auch einen Spritzer WD40. Der “kleine Service” wenn man so will. Bei nächster Gelegenheit will ich auch mal die Speichern kontrollieren, d.h. ob einige Speichen sonderlich locker sind und diese dann nachziehen. Da habe ich ja nach meiner Griechenland-Tour eine ganz spannende Erfahrung gemacht. Bei der Inspektion hat sich nämlich gezeigt, dass am Hinterrad mehrere Speichen gebrochen waren und die Felge schon so verzogen war, dass sie ausgetauscht werden musste. Aufgefallen am Fahrverhalten ist mir das nicht. Das kann aber auch daran liegen, dass ich ja nahezu ausschließlich beladen gefahren bin und daher nie ein wirkliche “Referenz” für ein Normalverhalten hatte. Der ursprüngliche Hintergrund damals war zwar eine falsche Montage ab Werk (die vordere Felge wurde auch noch gewechselt). Jedoch sollte man die Speichen grundsätzlich hin und wieder kontrollieren und durch die Erfahrung damals arbeitet das jetzt natürlich etwas mehr im Hinterkopf. So oder so: Offensichtlich muss ich zum eventuellen Nachziehen der einen oder anderen Speicher das Hinterrad abmontieren und dazu habe ich hier bei den Temperaturen momentan keine Lust.

Zurück zum Start, der Panzer ist jetzt relativ sauber:

Heuten morgen fiel mir dann ein, dass ich vergessen habe, wieder die Tüte über den (in Fahrtrichtung) rechten Seitenspiegel zu ziehen. Meine kleine Vogelabwehr. Und natürlich … ein schneller Kontrollblick:

So ein Drecksviech! Da muss ich dann nachher wieder bei …

Ansonsten bin ich dabei, mich so langsam auf meine Weiterreise vorzubereiten. Die Verlängerung für das Motorrad ist mittlerweile erledigt. Die Verlängerung für mich selber steht noch aus. Erstere ist kostenlos, Zweitere kostet 100 USD. Und bei der Gelegenheit könnte ich noch eine weitere Geschichte zum Thema Freundlichkeit hier in der Region erzählen, aber das würde jetzt “zu weit in die Weite” führen. Die Vorbereitung umfasst auch eine gewisse Reduzierung meines Lebebensstils hier, der ja mit Motorrad-Camping nicht mehr viel zutun hat. Eingekauft werden also nur noch Brot, Wurst, Tee, Kaffee und Milchpulver 😉 Mehr oder weniger …

Wie genau ich nach Norden fahre weiß ich noch nicht und wo genau ich hinfahre weiß ich auch noch nicht. Grob soll es deutlich nördlich von Santiago gehen, damit ich ab dann auch dauerhaft im Zelt wohnen könnte. Und da es im Norden immer wärmer und vor allem auch immer trockener wird, sollte das grundsätzlich kein Problem sein. Das werde ich mir dann aber alles genauer überlegen, sobald ich hier formal startklar bin.

Dann wird sich nach Norden durchgeschlagen.

2 Gedanken zu „22.05.2020 – Lagerfeuer und weitere Planung“
  1. Eine Verständnisfrage: Die zweite Erwähnung der „Freundlichkeit“ ist auch ernst gemeint und nicht ironisch, ja? Ich frage das vor dem Hintergrund der eher für deutsche Augen und Ohren doch eher ungewohnten Ausrichtung der Kundenbehandlung ??

    Eigentlich könntest du die Zeit und die Umstände da gut zum Schreiben deines ersten Buches nutzen ??

Kommentare sind geschlossen.