Eine kleine Hommage …
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Kontakt

Bevor es mit dem heutigen Tag losgeht, kurz noch ein Nachtrag von gestern: Diese mistigen Mistviecher von Mistkatzen haben mir doch glatt gestern Abend noch meine Motorradplane zerissen. Aus irgendeinem Grund waren sie offensichtlich mit der Plane nicht wirklich einverstanden. Das Teil ist übersäht mit kleinen Rissen und mindestens zwei größeren Löchern:

Die konnte ich dann erstmal entsorgen. Mehr Platz im Gepäck, auch okay. Und ich muss zugeben: Da sind viele, sauber herausgearbeitete rechte Winkel dabei. Naja, jedenfalls geht das aber noch weiter. Sie waren damit offensichtlich wirklich wirklich nicht einverstanden und fanden die Plane nicht nur irgendwie spannend: Zusätzlich wurde nämlich mein Motorrad komplett rundherum angepinkelt.

Hier ein paar von den mistigen Mistviechern:

Dann ging es erstmal los, mit Seifenwasser und Lappen und alles soweit sauber gemacht. Der Hotelbetreiber kam dann später dazu, machte ein fröhliches Gesicht (fairerweise, er macht immer ein fröhliches Gesicht, ist glaube ich ein ganz fröhlicher Typ) und meinte nur so, dass das ja heute Abend keinen Sinn ergeben würde – morgen früh wäre doch wieder alles voll. Besser morgen früh sauber machen. Guter Mann … nochmal fairerweise: Er hatte auch angeboten, dass sie das dann am nächsten Morgen machen könnten – da wäre ich natürlich schon unterwegs. Aber wie auch immer, die Pisse war weg und heute morgen ist keine neue dazu gekommen. Offensichtlich war dann wohl wirklich die Plane der Stein des Anstoßes. Aus dem Ort raus bin ich dann auch noch an so einer Selbstbedienhochdruckreinigungsstation vorbei gekommen und bin nochmal in 1,5 Minuten (für mehr reichte mein Kleingeld nicht) rundherum gegangen. Damit war das erstmal erledigt.

Ironie der Geschichte: In einem Ort auf meiner Fahrt heute bin ich erstmal durch einen top frischen Haufen Kuhscheiße gefahren. Das muss Karma sein … (dabei winke ich immer ganz fröhlich zurück, wenn die kleinen Kinder vor allem auf den Dörfern winken – in den Städten sind die scheinbar eher frech).

Erst sauber und dann mit etwas Kuhscheiße am Panzer ging es dann heute von Essaouira über Marrakesch durch/in das Atlas Gebirge bis nach Ben Ait Haddou.

Bis Marrakesch war die Strecke relativ langweilig.Viel gerade aus, über weite Strecken zweispurig:

In Marrakesch selbst habe ich nur kurz an einem Carrefour angehalten. Irgendwann nach Marrakesch kamen dann so langsam die ersten Gebirge in den Blick, auch wenn es relativ diesig war:

Später dann richtig rein in den Atlas. Auf dem ersten Stück waren viele Bauarbeiten, später wurde die Straße dann über weite Strecken richtig gut. Links, rechts, links rechts und der Asphalt stellenweise mistneu. Hier mal ein paar Impressionen bis zum Pass:

Unterwegs gabs es eine Truppe an der Hand geführter Abendteurer mit ihren Mietmotorrädern:

Und dann noch der Beleg, dass ich oben am Pass war:

Da mich da direkt ein “hey my friend”-Typ genervt hat, bin ich zügig weiter. Hinter dem Pass bin ich dann irgendwann auf die etwas kleinere Straße Richtung Ben Ait Haddou abgebogen. Da war dann nochmal deutlich weniger Verkehr – also fast keiner – unterwegs. Die Straße schmaler, aber die Strecke nochmal schöner, das tiefe Rot stellenweise links und rechts kommt auf den Fotos gar nicht so rüber:

Die kleine Schlucht unten ist größer, als das auf den ersten Blick den Eindruck macht:

 

Und hier nochmal eine Truppe von Bergziegen, die bei ihrer kleinen Wanderung oberhalb der Straße ordentlich Steine abgetreten haben. Ich dachte im ersten Moment, hier würde sich die Wand ablösen – und bin zügig dadurch manövriert, bis ich dann die Ziegen oben am Hang gesehen habe.

Insgesamt sah man vor allen auf der etwas kleineren Straße viele Stellen, auf denen es Überschwemmungen gegeben hat. Das stand auch im Reiseführer: Bei stärkeren Regenfällen (oder halt im Winter) kann es sein, dass im Anschluss Strecken gesperrt sind. Auch wenn soweit alles frei war, muss man bei den Stellen natürlich ziemlich aufpassen, da die ganz besonders ausführlich rutschig sind.

Irgendwo im Nirgendwo im Atlas habe ich mir dann mein Zimmer für heute Nacht gebucht. Der Mobilfunkempfang kann hier wirklich was … Hier der kleine Palast für heute Nacht:

Und einen Pool gibt es auch!

Und zur Begrüßung gab es auf schwitznasse 30 Grad direkt mal einen heißen Tee.

Nach der Dusche dann nochmal etwas Touri-Programm rüber zu (zum?) Ben Ait Haddou:

Und jetzt ist hier Feierabend. War auch ein langer Tag. Waren zwar “nur” ca. 350 km, aber im Atlas hat sich das dann doch ziemlich gezogen. Vor allem die letzten 50 km auf der kleineren Straße waren relativ anstrengend. Aus irgendeinem Grund neigen viele Marrokaner dazu, einfach in der Mitte der Straße zu fahren. Warum auch immer. Bei so einer kurvigen Strecke mit einer relativ schmalen Straße muss man dann noch mehr aufpassen, dass man in der nächsten Kurve nicht über den Haufen gefahren wird.

Hier noch mein Ausblick heute Abend bei einem netten Lüftchen, aber bestimmt noch 27-28 Grad:

Jetzt gibt es gleich das erste marrokanische Essen auf der Tour. Schauen wir mal, was das wird. Ich habe ja Backup im Zimmer …

Morgen dann wieder Richtung Küste, vielleicht durch bis Agadir. Eventuell zähle ich auch mal die Tage durch (die Fähre für die Rückfahrt habe ich in El Jadida gebucht) und schaue ob ich irgendwo, wenn es besonders nett ist, mal eine Doppelnacht bleibe. Der Atlas wird mich jedenfalls nochmal sehen, da habe ich mir schon grob eine zweite Schleife weiter östlich überlegt.

Und damit bin ich erstmal wieder raus!