Eine kleine Hommage …
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Kontakt

Chronologisch vorgehend stoppte der letzte Beitrag noch im Hafen von Barcelona. Im gleichen Hafen immer noch liegend saß ich oben auf dem Sonnendeck und wundert mich, warum das plötzlich so nach Kupplung oder etwas in der Art stinkt. Ich sah schon einen der alten Transporter im Frachtraum Feuer fangen. Als ich mich dan nirgendwann umgedreht habe, guckte aber etwas oben bei Deck 10 über die Reling:

Über die Reling geschaut und dann gesehen, was das ist:

Ein Tankschiff! Da war mir auch klar, warum das so gestunken hat. Der ganze Tankvorgang zog sich ziemlich hin, insgesamt haben wir mehrere Stunden in Barcelona im Hafen gelegen. Später ging es dann irgendwann weiter Richtung Süden. Besondere Vorkommnisse gab es eigentlich nicht. Auf dem Deck sitzen und lesen, sich eine Cola in der Bar holen, hier und da mal mit jemandem quatschen, der Tag plätscherte so vor sich hin. Insgesamt hatte die Sonne aber ziemlich dampf, da ich mir sicherlich schon im Hafen in Sète einen leichten Sonnenbrand geholt habe, gab es jetzt Sonnenschutz und immer mal wieder die Suche nach einer Sitzmöglichkeit und Schatten:

Das mit der Sitzmöglichkeit und Schatten war gar nicht so einfach, da die (wenigen) fest installierten Bänke i.d.R. immer in der Sonne standen, und die paar auf dem Deck mal hier und mal da in Beschlag genommenen Stühle regelmäßig von Bitumen oder etwas in der Art aus den Schornsteinen übersäht waren. Hier mal ein Rest von dem Zeug:

Am Dienstag kam das für einen Moment wie ein Regen und teilweise noch rauchend/dampfend auf des Deck am Heck geflogen (je nachdem, wo der Wind stand).

Ansonsten gab es noch ein paar Delphine und das war dann schon der Dienstag.

Heute Morgen ging es wieder zeitig raus, um mir meinen Kaffee in der Bar zu besorgen. Die Jungz wussten, als sie mich sahen, schon Bescheid. Der zweite Sonnenaufgang an Bord mit einem kleinen Streifzug über das Deck.

In dem Foto oben geht es nicht um die Sonne, sondern das, was da am Boden wohl ausversehen nicht gesehen wurde … schon spannend, dass Hundebesitzer selbst auf so einem Schiff mit 2 Hunden glauben, in der Masse unterzugehen. Zumal: Irgendwer macht das am Ende weg, das verschwindet ja nicht wie von Zauberhand …

Unten dann noch ein Foto von dem bezaubernden und leeren Pool:

Am späten Nachmittag kamen wir dann so langsam auf Höhe Ceuta, gefolgt von der Einfahrt in den Hafen von Tanger Med. Genauer gesagt sollte ich sagen, der VERSUCHTEN Einfahrt in den Hafen von Tanger Med. Richtung relativ enger Hafeneinfahrt hatte wir aufgrund des Seitenwinds schon recht ordentliche Schräglage. Plötzlich fängt die Fähre an relativ zügig einen U-Turn zu machen. Will/muss der rückwärts reinfahren? Nach dem U-Turn drifteten wir immer weiter von der Hafeneinfahrt weg, das konnte so rückwärts nicht mehr klappen. Die Fähre gab dann wieder Gas, weg vom Hafen und dann klärte sich so langsam die Situation, als ein Schlepper dazu kam. Offensichtlich war der Seitenwind zu stark, um in den Hafen fahren zu können. Nachdem die Fähre nochmal einen U-Turn gemacht hatte und wieder Anlauf auf den Hafen nahm, hat der Schlepper den Karren dann in Fahrtrichtung hinten links gegen den Wind in den Hafen unterstützt:

Zur Orientierung: Im Foto unten sieht man die hoch geklappte Heckrampe der Fähre.

Irgendwie haben wir es dann entlang der Hafenbegrenzung rein geschafft, wobei ich auf dem Foto unten in Fahrtrichtung ganz links stehe, links von mir kommt also noch ganz viel Schiff …

Ab der Aufforderung, die Kojen zu verlassen, hat es gut 2-3 Stunden gedauert, bis wir dann runter zu den Motorrädern/Autos konnten. Dort dann das übliche Chaos mit Gedränge und Gehupe:

Im Hafen selbst wurde es dann ganz spannend. An der ersten Kontrolle die Frage, wo ich denn den Stempel im Pass hätte. Stempel im Pass? Hab ich nicht, komme doch gerade erst an. (Sollte, wenn ich das richtig verstanden habe, irgendwie auf dem Schiff gemacht werden). Also erstmal ab zu so einem mobilen Grenzbeamten, ein Formular ausgefüllt und meinen Stempel bekommen. Dann weiter zur eigentlichen Zollkontrolle. Kleine Karte dabei? Was für eine kleine Karte? Okay, dann warten. Okay, ich warte. (Die Karte, wenn ich das richtig verstanden habe, ist für das Motorrad und sollte eigentlich beim Check-In in Sète gemacht werden). Zwischen den Menschen mit Uniform turnte da auch noch ein jüngerer Bursche rum (der mich auch nach dieser Karte gefragt hat) und “schenkte” mir dann, als ich warten musste, eine SIM-Karte und wollte auch wissen, ob ich Wechselgeld brauche. Für die Karte wollte er dann 10 Minuten später 5 Euro. Direkt drauf “reingefallen” 😉 Aber schadet nicht, so habe ich Backup (die Karte ist nicht vom Anbieter, den ich mir vorher rausgesucht habe und der eine deutlich bessere Abdeckung haben soll- und laut Aussagen auf dem Schiff wirklich hat). Geld habe ich nicht gewechselt, direkt nach dem Zoll standen da dann auch Container mit Geldautomaten von diversen Banken. Da habe ich mir dann direkt mit etwas Bargeld eingedeckt. Als ich dann die besagte Karte bekommen habe, kam dann der eigentliche Zoll. Drohne dabei? Nein. Waffen dabei? Nein. Alles klar, dann weiterfahren! Sauber …

Jetzt bin ich hier im Hotel angekommen. Hier in der Hafengegend (das Hotel ist direkt am Hafen) flitzen in den Hügeln zig junge Burschen rum, die sicherlich nicht nur aus Lauter Langeweile hier sind. Das Angebot für Haschisch gab es auch direkt vor dem Hotel. Daher habe ich dann doch alles Nicht-Abschließbare vom Moped genommen und die Kette rausgeholt.

Ansonsten ist aber alles tip top, das Hotel wird mir vermutlich direkt etwas den Einstieg versauen, da die Messlatte viel zu hoch ist:

Aber sei es drum. Jetzt sitze ich hier mit Blick auf den Hafen und freue mich, über ein ziemlich ordentliches Hotel.

Morgen geht es dann erstmal nach Tanger rein, da habe ich mir vorher schon ein Einkaufszentrum rausgesucht. Dort werde ich denke ich mal die SIM-Karte von “meinem” Anbieter bekommen können. Dann wird es die Küste entlang vermutlich bis nach Rabat gehen.

Aber das zeigt sich dann morgen. So long: Alles super geklappt, morgen geht es dann wirklich los!